Aquarium - Unterwasserwelt

Bibliothek

Die Bibliothek umfasst deutsche Zusammenfassungen von ausgewählten Publikationen sowie Artikel von Fischwissen, Buchtipps und Broschüren. Diese liefern neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Grundlagen zur artgerechten Fischhaltung und zum Fischwohl, insbesondere zu den kognitiven Fähigkeiten von Fischen.

Die Artikel sind nach Erscheinungsjahr (aktuellste zuoberst) aufgelistet.

2022
Eine Studie zum Selbstbewusstsein von Fischen (Kohda et al, 2019) hatte für Kritik gesorgt und eine Diskussion ausgelöst. Nun haben die Autoren eine weitere Studie durchgeführt. Sie begegnen der Kritik mit einer Reihe von Experimenten und liefern damit weitere Beweise, dass Fische sich selbst im Spiegel erkennen können (Kohda et al, 2022).
2022
Über unsere geschuppten Freunde, die Fische, gibt es immer wieder Neues zu entdecken: Sie erkennen menschliche Gesichter, nutzen Werkzeuge und machen Wellness. Dennoch werden sie von uns Menschen noch immer unterschätzt, gerade auch in der Aquarienhaltung. Daher braucht es noch viel Aufklärung von Seiten Tierschutz.  
2022
Diese Studie zeigt, dass Fische sehr flexibel im Verhalten sind und lernen, mit neuen Herausforderungen erfolgreich umzugehen (Givon et al. 2022).
2022
Die ursprünglich für die Forschung gezüchteten transgenen Zebrafische sind daran, sich in Brasiliens Gewässer zu etablieren. Sie werden in der Aquaristik als GloFish Danios angeboten und sind vermutlich aus einer Zucht entwischt (Magalhães et al., 2022).
2021
Die Zucht bei Aquarienfischen hat häufig zum Ziel, neue Farbformen hervorzubringen. Immer wieder trifft man im Handel auf Albino-Fische wie zum Beispiel beim Blauen Malawibuntbarsch (Maylandia zebra). Doch diese Farbformen leiden unter verschiedenen Nachteilen.
2021
Guppys leben in Gruppen. Für die Futtersuche ist das ein Vorteil, denn sie finden das Futter schneller, wenn sie in Gesellschaft ihrer Artgenossinnen und Artgenossen sind. Die Studie wurde im natürlichen Lebensraum der Guppys durchgeführt. Das hat Seltenheitswert (Snijders et al 2021).
2021
Diese Broschüre hat die Fachstelle Fischwissen im Auftrag des Bundesamtes für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen BLV erstellt.
2021
Fische und Tintenfische meistern komplexe Aufgaben, die ihnen Selbstkontrolle abfordern. Sie verzichten auf eine sofortige Belohnung, wenn ihnen zu einem späteren Zeitpunkt eine attraktiverer Happen winkt. (Allen et al 2021; Schnell et al 2021)
2021
Männliche Kampffische (Betta splendens) leben meist in Einzelhaltung. Dies wird allgemein empfohlen, weil die Männchen gegeneinander aggressiv sind. Werden sie jedoch bereits als Jungfische in Gruppen und in mit Pflanzen, Steinen und Verstecken eingerichteten Aquarien gehalten, entwickeln sie ein weniger ausgeprägtes Aggressionsverhalten. Was wiederum eine Gruppenhaltung möglich macht (Iawata et al. 2021).
2021
Eine direkte Begegnung mit Tieren kann einen bleibenden Eindruck bei uns Menschen hinterlassen. Wir sehen das Tier dann möglicherweise in einem anderen Licht. Daher gingen die Autorinnen dieser Studie der Frage nach, ob auch Fische in Kontakt mit Menschen treten wollen. Die untersuchten Kois wollten (Fife-Cook & Franks 2021).
2020
Für einen Fisch ist überlebenswichtig zu lernen, wo sich was in seinem Lebensraum befindet. Zum Beispiel, an welchen Orten er Futter findet oder wo sich ein Feind aufhalten kann. Dabei muss er sich auch merken können, wie diese verschiedenen Orte im Raum angeordnet sind: Liegen sie nah beieinander oder weiter entfernt voneinander? (DePasquale et al 2020)
2020
Wer Aquarienfische kaufen will, kann aus einer grossen Vielfalt an Arten und Varietäten auswählen. Letztere haben Züchter durch die gezielte Auswahl von bestimmten Merkmalen hervorgebracht: Fische mit verlängerten Flossen, veränderten Körperfarben und -formen, darunter leider auch Qualzüchtungen. Doch das Ziel der Zucht müssen vitale Tiere sein.
2020
Hält man Dorschbarsche mit einem überlegenen, aggressiven Artgenossen zusammen, reagieren sie mit einer eher pessimistischen Sicht auf die Dinge. Sie schätzten eine neutrale Situation als bedrohlicher ein als die Kontrollgruppe, die alleine gehalten wurden. Eine weitere Studie, die den zukunftsweisenden Ansatz der kognitiven Voreingenommenheit angewendet hat, um den emotionalen Zustand von Fischen zu untersuchen (Rogers et al. 2020).
2020
Gemeinsam kommt man manchmal weiter. Im Riff hatten sich Umweltbedingungen verschlechtert, ein Korallensterben war die Folge. Vermutlich als Reaktion auf die missliche Lage haben Kraken und Fische Strategien der gemeinsamen Jagd entwickelt, um besser an die Beute heranzukommen (Bayley & Rose 2020).
2020
In dieser Studie wurden neue Ansätze zur Erfassung des emotionalen Zustands von Forellen getestet. Denn nicht nur der physische Zustand ist wichtig für das Wohlbefinden, sondern auch die psychische Verfassung der Tiere (Colson et al. 2020).
2020
Der Hund bellt, der Frosch quakt, der Zebrafink zwitschert... und der Fisch? Es kommt nicht von ungefähr, dass es kein einzelnes Wort gibt, das die Stimme von Fischen beschreibt. «Stumm wie ein Fisch» lautet eine bekannte Redensart. Doch weit gefehlt. Fische sind wahre Klangkünstler.
2019
Fangaktionen bleiben wildlebenden Putzerfischen (Labroides dimidiatus) in unangenehmer Erinnerung, noch Monate nach dem Ereignis. Die als neugierig und erkundungsfreudig geltende Art reagiert mit einem sonst nicht beobachteten Meideverhalten auf die Taucher mit ihren Netzen (Triki et al. 2019).
2019
In diesem Review fasst Lynne Sneddon die bisherigen Erkenntnisse zur Schmerzforschung zusammen (Sneddon 2019).
2019
Der Nachweis, dass sich Tiere im Spiegel selber erkennen, wurde bisher nur für wenige Säuger- und Vogelarten erbracht. Zum ersten Mal wurde nun der Spiegel-Markierungstest mit einer Fischart durchgeführt. Die Resultate haben eine Diskussion ausgelöst.
2019
Riffmantas (Mobula alfredi) leben in West Papua, Indonesien, und sind vom Aussterben bedroht. Damit man Schutzmassnahmen ergreifen kann, muss man verstehen, wie sich Riffmantas sozial organisieren. Die Wissenschaftler haben während fünf Jahre verschiedene Gruppen von Riffmantas untersucht und erhielten so erstmals ein differenziertes Bild von deren Sozialleben.
2019
Für sein Freshwater Project fotografierte Michel Roggo während 7 Jahren 40 Gewässer auf allen Kontinenten. Seine atemberaubenden Aufnahmen, die mit Licht und Reflexion spielen, entführen uns in die verschiedensten Unterwasserwelten. Lebensräume, die bedroht sind und Schutz brauchen.
2019
Die Website fschwissen.ch wurde im Jahr 2013 lanciert im Bestreben, den Fischen eine Stimme zu geben. Die Entwicklung des Projekts zeigt, dass das Interesse an Fragen rund um Fische und Tierschutz erfreulicherweise zunimmt und vermehrt entsprechendes Fachwissen nachgefragt wird.
2019
Der Nachweis, dass sich Tiere im Spiegel selber erkennen, wurde bisher nur für wenige Säuger- und Vogelarten erbracht. Zum ersten Mal wurde nun der Spiegel-Markierungstest mit einer Fischart durchgeführt. Die Resultate haben eine Diskussion ausgelöst. (Kohda et al. 2019)
2019
Roland Kurt befasst sich seit Jahren mit den Stimmen der Fische. Er hat er bereits zwei Bücher zum Thema veröffentlicht. Anschaulich beschreibt er darin, wie unsere einheimischen Fische zwitschern, trommeln, peitschen und grunzen.
2019
Die Broschüre von Fischwissen gibt einen Einblick in die Biologie und die artgerechte Haltung von Aquarienfischen und soll allen Interessierten das Wesen der Fische näher bringen und das Verständnis für diese faszinierenden Tiere fördern.