Harlekin-Regenbogenfisch - Melanotaenia boesemani

fisch&bündig

Diese Rubrik liefert spannende und überraschende Fakten zu Fischen in Kurzform. Die Beiträge veröffentlichen wir primär in den sozialen Medien. Wer mehr wissen will, kommt via die Links zu den Hintergrundinformationen.

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oben Falscher Putzerfisch - unten Gemeiner Putzerlippfisch

Die Mundstellung verrät die Art

Der Falsche Putzerfische (Aspindontus taeniatus) trägt seinen Namen, weil der dem Gemeinen Putzerlippfisch (Labroides dimidiatus) verblüffend ähnlich sieht. Man nennt das Mimikry. Es bedeutet, dass eine Art eine andere Art nachahmt, um daraus einen Vorteil zu ziehen. Allerdings unterscheiden sich die beiden Arten in der Mundstellung: der falsche Putzer hat ein unterständiges, der richtige Putzer ein enständiges Maul.
 

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Falscher Putzerfisch Portrait

Laichräuber

Falsche Putzerfische (Aspindontus taeniatus) machen gemeinsame Jagd auf den Laich von Riffbarschen und wenden dabei zwei Strategien an: Die Lockvogel- und die Versteckspiel-Strategie. Bei der ersten Strategie übernimmt jeweils ein Fisch die Rolle des Lockvogels. Die anderen schlagen zu, wenn der Riffbarsch abgelenkt ist. Bei der zweiten Strategie stehlen sich die Putzerfische ans Gelege heran. Der eine beobachtet sichtbar vom Felsvorsprung aus, die anderen verstecken sich hinter ihm. Sobald der Riffbarsch den Beobachter angreift, preschen die anderen vor und plündern den Laich.
 

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Ein Guppyweibchen gebärt ein fertige entwickeltes Jungtiere

Guppys sind lebendgebärend

Guppys gehören zur Familie der Lebendgebärenden Zahnkarpfen. Der Nachwuchs ist gleich nach der Geburt selbständig und die Elterntiere kümmern sich nicht weiter um ihn. Die jungen Fische müssen als erstes ihre Schwimmblase an der Wasseroberfläche mit Luft füllen, damit sie ihr spezifisches Gewicht reduzieren und somit schwimmen können. Die Jungtiere schliessen sich zu Schwärmen zusammen und zeigen bereits Abwehrverhalten gegenüber Feinden. 

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Guppy mit metall glänzendem Gesichtsmuster

Guppys erkennen sich gegenseitig am Gesicht

Beim Guppy sind durch Zucht sehr viele Farbvarianten entstanden, die eine sehr variable Färbung am Körper und den Flossen aufweisen. Allerdings bleiben bei allen Zuchtformen die metallisch silbrigen Flecken auf den Kiemendeckeln hinter dem Auge erhalten. Man kann davon ausgehen, dass diese Flecken individuell ausgeprägt sind, denn die kleinen quirligen Fische erkennen einander an diesem Merkmal.

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Papageienbuntbarsch

Papageienbuntbarsch - eine fragwürdige Zuchtform

Papageienbuntbarsche sind Zuchthybriden und stellen eine extreme Zuchtform dar. Sie leiden unter starker Beeinträchtigung der Nahrungsaufnahme, weil sie das Maul weder richtig öffnen, noch ganz schliessen können. Auch die Fortbewegung, die Atemfähigkeit und das Sexual- oder Brutpflegeverhalten sind beeinträchtigt.
 

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Malawi-Bunbarsch mit Brut im Maul

Warum hat der Malawi-Buntbarsch so dicke Backen?

Weil er seinen Nachwuchs im Maul ausbrütet. Das Maulbrüten kommt bei vielen ostafrikanischen Buntbarscharten vor. Es stellt eine weit entwickelte Form der Brutpflege dar. Die Fische nehmen die Eier ins Maul auf, wo sie diese dann ausbrüten.
 

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Ein Grönlandhai von nahem

Ein Leben in Zeitlupe

Der imposante Grönlandhai (Somniosus microcephalus) ist ein Rekordhalter der speziellen Art. Er erreicht eine beachtliche Grösse von 4 bis 5 Meter. Doch so richtig beeindruckend ist seine Lebenserwartung: Er soll bis zu 500 Jahre alt werden und ist damit das Wirbeltier mit der längsten Lebensdauer! Er schwimmt sehr sehr langsam, dafür taucht er bis zu 2'900 Meter tief.

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Diskus close up - Wie alt werden Diskus?

Wie alt werden Diskus?

Diskus können in der Aquarienhaltung bis zu 18 Jahre alt werden. Wildlebende Diskus leben vermutlich weniger lang. Von vielen Fischarten ist nicht bekannt, welches Alter sie erreichen können. Wie alt Fische in der Aquarienhaltung werden, ist sehr unterschiedlich und hängt auch von den Haltungsbedingungen ab. Diskus sind empfindliche Fische, die viel Aufmerksamkeit brauchen. 

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Walhai und Paedocypris progenetica

Der Grösste und der Kleinste

Der grösste Fisch ist der Wahlhai. Er soll über 18 Meter lang werden. Der auch als "sanfte Riese" bezeichnete Hai ernährt sich vor allem von Plankton, indem er Wasser ansaugt und durch die Kiemen filtert. Der kleinste Fisch der Welt, ein Weibchen der Art Paedocypris progenetica, misst gerade mal knapp 8 Millimeter! Sie kommt nur in den Torfwäldern der indonesischen Inseln Borneo, Sumatra und Bintan vor. Beide Arten sind gemäss der Roten Liste der IUCN gefährdet.

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diskus

Aufzucht von Jungfischen

Die Umweltbedingungen haben einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf das Verhalten von Tieren und insbesondere auf die Entwicklung von Jungtieren. Gerade bei Fischen sind jedoch die Bedingungen bei der Aufzucht oft sehr karg. Dadurch fehlen wichtige Impulse, die Verhalten auslösen und die Nervenbildung stimulieren können.

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Ein Mondfisch Mola alexandrini

Der schwerste Knochenfisch der Welt

Mondfische (Molidae) sind Giganten. Das schwerste bisher untersuchte Individuum wurde als Mola alexandrini identifiziert und wog sage und schreibe 2,744 Tonnen. Es war 3.25 Meter lang und 3.59 Meter breit. 

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Viele Diskus mit unterschiedlichen Farben

Farbvarianten beim Diskus

Diskusfische werden hauptsächlich in Südostasien für den Handel gezüchtet. Es soll mindestens 69 Varietäten geben, die sich in Farbe und Form unterscheiden, und es kommen immer weitere dazu. Einige Formen haben kein Streifenmuster mehr, das für wilde Diskus typisch ist und an dem sich die Individuen gegenseitig erkennen, insbesondere am seitlichen Kopfmuster.

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Streifenbrasse (Spondyliosoma cantharus)

Fische können Menschen unterscheiden

Fische erkennen nicht nur, ob es sich beim Gegenüber um einen Artgenossen oder Angehörigen einer anderen Fischart handelt, sondern können auch Menschen unterscheiden. Diese Fähigkeit hat man in Laboruntersuchungen bei Schützenfischen und Zebrafischen nachgewiesen. Besonders wertvoll ist, wenn dieser Nachweis bei wildlebenden Fischen gelingt: So unterscheiden Meerbrassen zwischen Taucher:innen, wenn diese unterschiedliche Tauchausrüstungen tragen. 

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Dikus mit Jungtieren

Säugetierähnliches Brutpflegeverhalten

Diskusfische zeigen ein spezielles Brutpflegeverhalten, das an Säugetiere erinnert, die ihren Nachwuchs mit Milch versorgen: Beide Elternteile sondern aktiv einen Hautschleim ab, den die frisch geschlüpften Larven abweiden. Die Jungfische brauchen diese Nahrung zwingend für ihre Entwicklung, denn er enthählt u.a. essentielle Aminosäuren, Antikörper, Mikroorganismen und Hormone. 

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Medaka

Der Medaka

Der Medaka wird häufig als Aquarienfisch gehalten, aber auch in der Tierversuchsforschung eingesetzt. Er hat ein friedliches Wesen und kann sich an verschiedene Wasserbedingungen anpassen. Dennoch braucht auch er eine sorgfältige Pflege. Trotz der langjährigen Verwendung des Medakas in zahlreichen biologischen Forschungsgebieten gibt es nur wenige Studien zu seinem natürlichen Verhalten und zu seiner Ökologie.