Zwei Marmorierter Panzerwelse

Gut vorbereitet und informiert

Vieles ist zu bedenken, wenn man Aquarienfische halten will. Eine gründliche Vorbereitung ist das A und O. Daher ist es unerlässlich, sich vorher über das Verhalten der Fische zu informieren. Eine fischgerechte Haltung basiert auf Wissen und ist gut organisiert.

Fische machen keine Ferien!

Leider wird oft vergessen, im Vorfeld von längeren Ferienabwesenheiten eine gut informierte Ferienvertretung zu organisieren. Die Folge sind vernachlässigte Aquarien, leidende oder gar sterbende Fische. Darum ist zu gewährleisten, dass die Fische fachgerecht versorgt, wenn man verreist.

Ist man nur wenige Tage weg, sind gut eingestellte Futterautomaten eine praktische Lösung. Dauert die Abwesenheit längere Zeit, sollte jemand regelmässig vorbeischauen und kontrollieren, ob es den Fischen gut geht und alles funktioniert. Insbesondere muss man die Person gut instruieren, wie die Fische gefüttert werden müssen. Denn häufig wird viel zu viel Futter verabreicht.

Einige Zoofachgeschäfte bieten eine professionelle Betreuung während der Ferien an.

Was die Betreuungsperson wissen muss:

  • Welche Futtermenge den Fischen gefüttert werden muss.
  • Wann und wie ein Wasserwechsel gemacht werden muss.
  • Wie die Aquarientechnik funktioniert.
  • Wo im Notfall Hilfe geholt werden kann.

Gezüchtet und doch wild

Die Vielfalt der Aquarienfischarten, die im Handel angeboten werden, ist enorm. Viele dieser Arten werden zwar nicht mehr aus der freien Wildbahn entnommen und schon seit Generationen nachgezüchtet. Doch zum einen ist der Domestikationsprozess bei vielen Fischarten im Vergleich zu anderen Haustieren noch nicht weit fortgeschritten. Und zum anderen zeigen Studien an Nutztieren, dass domestizierte Tiere dasselbe Verhaltensrepertoire aufweisen wie ihre Stammformen (z.B. Hausschwein – Wildschwein). Das heisst, sie haben immer noch dieselben Bedürfnisse an ihr soziales und räumliches Umfeld wie ihre wilden Verwandten.

Arttypisches Verhalten ermöglichen

Wichtig für das Wohlbefinden von Fische ist, dass sie im Aquarium ihr arttypisches Verhalten zeigen können. Sie sollen ihrer Art entsprechend schwimmen, fressen, ruhen, interagieren und sich fortpflanzen können. Daher muss man sich über jede einzelne Art informieren, die man halten will.

Die Gestaltung des Aquariums und die Fütterung müssen sich in erster Linie am Verhalten der Fische orientieren. Dies kann ohne weiteres mit einer für den Halter ansprechenden Gestaltung einhergehen, da es viele verschiedene Strukturen (Bodensubstrat aus Sand oder Kies, Holz, Steine, Pflanzen, aquariumstaugliche Gegenstände) gibt, die zur Einrichtung eingesetzt werden können.

Beobachten und lernen

Ganz wichtig ist, dass man die Fische gut und immer wieder beobachtet. Nicht nur lernt man so viel über die Fische und ihr Verhalten, sondern man kann auch auffälliges Verhalten, wie zum Beispiel übermässig aggressives Verhalten, abnormales Verhalten, Krankheiten oder Verletzungen entdecken (siehe Haltungsprobleme).

Woher und Wohin?

Bezugsquellen

Aquarienfische sollte man sich nur anschaffen, wenn man sich vorher gründlich informiert und mit einer Fachperson gesprochen hat. So können Fehlkäufe und Fehler in der Haltung und somit unnötiges Leid vermieden werden.

Wenn möglich, sollte man die Fische bei einer zuverlässigen Zoohandlung oder bei einem lokalen Züchter kaufen, die eine gute Beratung anbieten.

Erfahrene Aquarianer/innen können sich auch an ein Fischtierheim wenden, denn viele Fische warten auf ein zweites Zuhause. Dem Anfänger ist von einem Online-Kauf von Fischen eher abzuraten.

Geplantes Ende

Auch die Auflösung eines Aquariums muss gut geplant werden. Zwingend ist, dass man sich darüber informiert, bei wem man die Fische abgeben kann. Nie Fische in Gewässer aussetzen, das ist Tierquälerei und gesetzlich verboten!

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