Mit fundiertem Fischwissen in eine fischgerechtere Zukunft!
Wussten Sie, dass es Fische gibt, die zählen können, Schlafnester bauen, mit einem Wasserstrahl gezielt Insekten abschiessen, Artgenossen belauschen, um an Informationen heranzukommen, oder sich die Lippe reiben, wenn sie schmerzt? Die Welt der Fische ist voller Überraschungen!
Die Website fischwissen.ch vermittelt in populärer Form biologische Grundlagen und neuste Erkenntnisse aus der Welt der Wissenschaft. Zentrales Anliegen der Plattform ist, zum einen das Bewusstsein für die Empfindsamkeit und Fähigkeiten von Fischen allgemein zu fördern. Zum anderen möchten wir das Verständnis für die Bedürfnisse von Aquarien- und Laborfischen vertiefen und als Scharnier zwischen Wissenschaft und Praxis dienen.
Die Fachstelle Fischwissen betreibt die Website. Darüber hinaus befasst sie sich mit tierschutzrelevanten Fragen zum Thema Fischwohl, pflegt die Zusammenarbeit mit Fachleuten und engagiert sich in der Aus- und Weiterbildung.
Gestörter Schlaf beeinträchtigt das Lernen und Erinnern
Gut erholt lernt es sich besser. Doch nicht selten wird der nächtliche Schlaf gestört. Wie bei anderen Tierarten hat dies auch bei Fischen einen negativen Einfluss auf die Lernfähigkeit
Fische schmecken mit der Haut und hören mit der Schwimmblase. Diese überraschenden Erkenntnisse aus der Wissenschaft und viele mehr zeigen: Fische sind Lebewesen mit feinen Sinnen.
Schlechte Karten für Männchen aus mangelhafter Haltung
In dieser Studie wurde untersucht, wie sich Haltungsbedingungen auf die Attraktivität von männlichen Zebrafischen auswirkt. Im Wahlversuch fällten die Weibchen eine klare Entscheidung.
Lippfische sind bekannt für ihre Cleverness. Um an die nahrhaften Teile ihrer Beutetiere zu kommen, setzen gewisse Arten Felsen als Ambosse ein. Mit Hilfe eines Community Science Projekts sind nun weitere Belege für dieses Verhalten dazugekommen.
Erstmals ist es gelungen nachzuweisen, dass Meerbrassen zwischen Menschen unterscheiden und sich dabei an der Farbe der Tauchausrüstung orientieren. Dass der Lerntest mit wildlebenden Fischen durchgeführt wurde, macht ihn besonders wertvoll.
Fische sind schlaue Tiere. Sie sind keine gefühllosen, von ihren Instinkten getriebenen Tiere mit Erbsenhirn und Dreisekundengedächtnis. Die Forschung hat diese Vorstellung längst widerlegt. Und liefert immer wieder neue Beispiele für die beachtlichen kognitiven Fähigkeiten von Fischen.
Eine Haltung von Aquarienfischen muss wohl überlegt sein und braucht einiges an Fachwissen. Damit der Einstieg gelingt und es den Fischen gut geht, müssen verschiedene Punkte beachtet werden.
Die Broschüre gibt einen Einblick in die Biologie und die artgerechte Haltung von Aquarienfischen und soll allen Interessierten das Wesen der Fische näher bringen und das Verständnis für diese faszinierenden Tiere fördern.